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In den 20ern ist das Leben oft noch flexibel und leichtfüßig, aber genau deshalb auch ideal, um die ersten Weichen für die finanzielle Zukunft zu stellen. JETZT LOSLEGEN & DRANBLEIBEN arrow_downward Altersvorsorge für junge Leute In den 30ern wird das Leben oft strukturierter. Man ist beruflich gefestigt, familiär eingebunden und zugleich finanziell belastet und gefordert. Gerade jetzt ist die richtige Zeit, den Vermögensaufbau bewusst zu steuern. Altersvorsorge in der Mitte des Lebens DAS SOLLTEN SIE JETZT TUN arrow_downward WAS SIE JETZT NOCH BEWEGEN KÖNNENarrow_downward In den 50ern geht es nicht mehr um langjährige Aufbauphasen, sondern um gezielte Optimierung und kluge Entscheidungen. Wer jetzt handelt, kann aus bestehenden Mitteln noch viel machen. Altersvorsorge mit 50+ Gestalten Sie Ihre Zukunft mit der passenden
Altersvorsorge für jede Lebensphase
Mit Tipps von DVAG-Finanzcoach Rico Güllmeister

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Altersvorsorge für junge Leute

Altersvorsorge in der Mitte des Lebens

Altersvorsorge mit 50+

Die 20er

Früh starten lohnt sich

Mit Anfang 20 scheint die Rente Lichtjahre entfernt. Wer gerade ins Berufsleben startet, studiert oder sich erstmals ein kleines Polster auf dem Konto erarbeitet, denkt selten an später. Verständlich. Und doch ist genau jetzt der Moment, in dem sich mit minimalem Aufwand maximal viel erreichen lässt. Denn wer früh spart, nutzt den wohl mächtigsten Zins der Welt: Zeit. Dank der langen Ansparphase und des Zinseszinseffekts entfalten selbst kleinste Beiträge eine große Wirkung.

Der Zinseszinseffekt

Je früher man mit der Altersvorsorge beginnt, desto mehr profitiert man vom Zinseszinseffekt. Denn: Nicht nur das eingezahlte Kapital, sondern auch die bereits erzielten Zinsen werden wieder verzinst. So wächst das Vermögen über die Jahre überproportional, selbst bei kleinen, regelmäßigen Beiträgen. Entscheidend sind ein langer Anlagezeitraum und möglichst attraktive Zinsen.

Wo stehen Sie gerade?

Die 20er sind eine Zeit des Aufbruchs: Das erste eigene Einkommen, Unabhängigkeit, neue Freiheiten. Vielleicht studieren Sie gerade, starten ins Berufsleben oder jobben nebenbei, um sich etwas leisten zu können. Altersvorsorge? Klingt noch nach Zukunftsmusik.

Doch gerade jetzt lohnt es sich, den Grundstein dafür zu legen. Und das auch mit kleinen Sparbeiträgen. Entscheidend ist nicht die Höhe, sondern die Regelmäßigkeit. Wer sich früh daran gewöhnt, einen festen Prozentsatz des Einkommens zurückzulegen, baut automatisch mit jedem Gehaltsanstieg mehr auf. Selbst 25 oder 50 Euro im Monat genügen, um diesen Automatismus zu starten.

Was brauchen Sie, damit die Vorsorge gelingt?

Gerade in den 20ern geht es nicht nur ums Sparen – sondern ums kluge Anfangen. DVAG-Finanzcoach Rico Güllmeister weiß: „Wer früh mit kleinen Beträgen beginnt, legt den Grundstein für ein sorgenfreies Leben im Alter.“ Drei Dinge helfen dabei besonders:

1. Verständnis für den Zinseszinseffekt

Sie müssen kein Finanzexperte sein, aber das Prinzip hinter dem Zinseszinseffekt zu kennen, ist Gold wert. Es erklärt, warum Zeit Ihr größter Verbündeter beim Vermögensaufbau ist: Zinsen auf Zinsen lassen selbst kleine Beiträge über Jahrzehnte stark wachsen. Wer das früh versteht, trifft langfristig bessere Entscheidungen.

2. Liquidität & ein Sicherheitsnetz

Bevor Sie investieren, ist ein finanzieller Puffer wichtig: Drei Netto-Monatsgehälter auf einem Tagesgeldkonto sorgen dafür, dass Sie in Notfällen nicht auf Ihre Altersvorsorge zugreifen oder sogar einen Konsumkredit aufnehmen müssen. So bleiben Sie flexibel, auch bei einem Jobwechsel, Umzug oder wenn unerwartete Ausgaben anfallen. Denn: Einmal in der Spirale aus Kreditkartenzahlungen, Ratenkäufen oder Dispo-Zinsen gefangen, wird es schwer, wieder herauszukommen.

3. Ein realistisches Ziel vor Augen

Was brauche ich später zum Leben? Und was wünsche ich mir darüber hinaus? Eine grobe Vorstellung von der eigenen Wunschrente hilft, langfristige Ziele greifbar zu machen und passende Sparstrategien zu entwickeln. „Mindestens zehn bis 20 Prozent des Einkommens sparen – aufgeteilt in kurzfristiges, mittelfristiges und langfristiges Sparen“, empfiehlt Finanzcoach Rico Güllmeister. „Das wird häufig unterschätzt.“

Tipps vom Experten
Wer schon in jungen Jahren beginnt, regelmäßig auch kleine Beträge zur Seite zu legen, schafft damit nicht nur finanzielle Rücklagen, sondern legt den Grundstein für ein selbstbestimmtes und sorgenfreies Leben im Alter

Rico Güllmeister, Finanzcoach bei der DVAG

Was können Sie dafür tun?

Sparen für die Altersvorsorge muss nicht kompliziert sein. Wichtig ist, früh anzufangen und die richtigen Bausteine für die persönliche Lebenssituation zu wählen. Finanzexperten wie DVAG-Coach Rico Güllmeister raten: „Altersvorsorge ist sehr individuell und eine Lebensaufgabe. Daher ist es wichtig, so früh wie möglich eine umfassende Vorsorgeberatung zu machen und mit einem individuell abgestimmten Konzept zu beginnen.“

Diese Maßnahmen helfen Ihnen beim Einstieg – individuell kombinierbar und mit großem Zukunftseffekt:

1. Professionelle Beratung nutzen

Vorsorge ist kein Selbstläufer und kein Einheitsprodukt. Wer früh eine individuelle Beratung nutzt, vermeidet typische Fehler und findet Lösungen, die wirklich passen. Wichtig ist ein ausgewogener Mix, zum Beispiel aus gesetzlicher Rente, betrieblicher Vorsorge und privaten Anlagen. Wer die Regeln staatlich geförderter Modelle kennt, kann Zuschüsse und Steuervorteile clever ausschöpfen.

Bevor Sie mit langfristigen Investments starten, empfiehlt sich ein solider Puffer für unvorhergesehene Ausgaben. „Drei Netto-Monatsgehälter auf einem Tagesgeldkonto gelten als Faustregel“, sagt Finanzcoach Güllmeister. „Das Geld ist jederzeit abrufbar, sicher und ohne Risiko angelegt. So sind Sie auf der sicheren Seite, wenn etwa die Waschmaschine streikt oder ein Umzug ansteht.“ Und ihre Altersvorsorge bleibt unangetastet.

Noch bevor langfristige Sparvorgänge eingeleitet werden, sollten existenzielle Lebensrisiken – allen voran der unfall- oder krankheitsbedingte Verlust der Arbeitskraft – abgesichert sein. Hierunter fällt auch die Privathaftpflichtversicherung oder eine Fondsgebundene Rentenversicherung. Bereits mit 25 Euro monatlich können Sie regelmäßig Kapital aufbauen und langfristig vom Zinseszinseffekt profitieren.

Wer angestellt ist, kann über den Arbeitgeber direkt fürs Alter vorsorgen. Dies wird sowohl vom Staat als auch vom Arbeitgeber finanziell gefördert. Dabei fließt ein Teil des Bruttogehalts in eine Rentenversicherung. Ergebnis: Höhere Beiträge, mehr Rente und niedrigere Steuern und Sozialabgaben. Sprechen Sie mit Ihrer Personalabteilung über Ihre Möglichkeiten.

Auch der Staat hilft beim Sparen mit zwei bekannten Modellen:

• Riester-Rente: Besonders lohnend für sozialversicherungspflichtige Beschäftigte und Eltern dank staatlicher Zulagen und steuerlicher Vorteile.

• Rürup-Rente (Basisrente): Durch die hohe steuerliche Absetzbarkeit der Beiträge eignet sie sich besonders für Selbstständige, Freiberufler oder Besserverdienende. Da Beiträge steuerfrei in den Vertrag fließen, ist das Modell grundsätzlich für alle interessant, die Steuern zahlen und einen zusätzlichen Vorsorgebedarf haben und das unabhängig vom Beruf.

Beide Modelle bieten solide Zusatzrenten. Lassen Sie sich beraten, welche Variante am besten zu Ihrem Lebensweg passt.

Dos and Don'ts

Was Sie tun sollten:

Früh anfangen: Je eher Sie mit dem Sparen beginnen, desto stärker wirkt der Zinseszinseffekt. Schon kleine Beträge können langfristig Großes bewirken.

Regelmäßig sparen: Konstanz ist wichtiger als Höhe. Besser 25 Euro im Monat über Jahre als sporadische Einmalbeträge.

Risiken sinnvoll streuen: Wenn Sie in Fonds investieren, sollten Sie auf eine sinnvolle Verteilung innerhalb der Anlage achten, etwa über verschiedene Branchen und Regionen. Welche Anlageklassen infrage kommen, hängt von Ihrem persönlichen Risikoprofil und Ihrer Renditeerwartung ab. Ein Finanzcoach hilft Ihnen dabei, vorab die passende Strategie festzulegen.

Was Sie nicht tun sollten:

Nicht alles auf eine Karte setzen: Vermeiden Sie „All-in“-Strategien – etwa mit spekulativen Krypto-Assets oder Einzelaktien.

Keine einseitigen Investments: Konzentrieren Sie Ihre Geldanlage nicht nur auf eine Branche oder ein einzelnes Land – das erhöht das Risiko erheblich.

Nicht auf später verschieben: „Ich fange dann an, wenn ich mehr verdiene“ ist ein Trugschluss. Zeit ist oft wichtiger als Geld und lässt sich nicht aufholen.

Machen Sie jetzt den Vorsorge-Check!

Die Mitte des Lebens

Verantwortung und Vermögensaufbau

Mitten im Leben sind die Prioritäten andere: Der Beruf ist etabliert, vielleicht gibt es eine Familie, ein Eigenheim, ein zweites Auto. Die finanziellen Verpflichtungen wachsen, aber auch die Spielräume. Im Laufe der Jahre haben sich oft mehrere Sparverträge, Versicherungen oder Vorsorgeprodukte angesammelt. Doch ist daraus auch eine ganzheitliche Strategie geworden? Jetzt ist der ideale Zeitpunkt, nicht nur zu sparen, sondern Vermögen gezielt zu strukturieren sowie Versorgungslücken zu identifizieren und zu schließen.

Denn mit steigenden Verpflichtungen wächst auch das Risiko: Was passiert, wenn ein Einkommen wegfällt oder der Partner verstirbt? Wie kann ich dafür sorgen, meinen gewohnten Lebensstandard nach einem langen Arbeitsleben auch im Alter aufrecht zu erhalten?

Die Rentenlücke in Zahlen

Laut einer Studie des Max-Planck-Instituts für demographische Forschung benötigen Menschen im Ruhestand mindestens 88 % ihres letzten Nettoeinkommens, um ihren Lebensstandard zu halten.**

Beispiel:
Ein kinderloser Single mit 2.840 Euro netto im Monat sollte im Alter etwa 2.400 Euro zur Verfügung haben.

Einige Ausgaben – etwa für Arbeitswege oder Rentenbeiträge – entfallen im Ruhestand. Dennoch bleibt der Bedarf individuell: Wer sorgenfrei leben will, braucht mehr als nur das Nötigste zur Existenzsicherung.

Wo stehen Sie gerade?

Sie verdienen gut, haben vielleicht eine Familie gegründet, eine Immobilie finanziert oder größere Investitionen geplant. Das Nettoeinkommen liegt bei vielen Haushalten in dieser Phase bei 4.000 bis 6.000 Euro, etwa wie im Fall einer vierköpfigen Familie mit 5.000 Euro netto im Monat.

Gleichzeitig rücken Themen wie Absicherung, Altersvorsorge und Vermögensaufbau stärker in den Fokus. Und die große Frage lautet: Wie kann ich heute schon dafür sorgen, dass ich meinen gewohnten Lebensstandard auch im Ruhestand halten kann?

Was brauchen Sie, damit die Vorsorge gelingt?

In der Mitte des Lebens geht es nicht mehr nur um den Aufbau, sondern zunehmend um die Optimierung Ihrer finanziellen Strategie. Einkommen, Verpflichtungen und Lebensziele verändern sich  und damit auch die Anforderungen an Ihre Vorsorge. DVAG-Finanzcoaches empfehlen, jetzt vor allem auf drei Dinge zu achten:

1. Klarheit über Ihre Versorgungslücke

Einen ersten Eindruck verschafft die jährliche Renteninformation der Deutschen Rentenversicherung. Diese erhält jeder Berufstätige über 27 Jahren nach mindestens 5 Versicherungsjahren. Oder Sie nutzen die neue digitale Rentenübersicht und erhalten so einen raschen Überblick über alle bestehenden Versorgungen und sind bestens vorbereitet für einen persönlichen Beratungstermin.

2. Absicherung der
Familie

Neben der für jeden existenziell notwendigen Absicherung der eigenen Arbeitskraft durch eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) und dem Schutz vor finanziellen Folgen durch eine private Haftpflichtversicherung, wird spätestens mit Kindern oder gemeinsamen Verpflichtungen auch die Absicherung der Familie ein zentrales Thema. Eine Risikolebensversicherung kann die Familie im Ernstfall vor finanziellen Belastungen schützen – etwa bei Krediten oder laufenden Lebenshaltungskosten.

3. Ein sinnvoller
Finanzmix

Jetzt ist es Zeit, klug zu strukturieren: Wie viel Geld sollte kurzfristig verfügbar bleiben, wie viel darf langfristig investiert werden? Welche Anschaffungen stehen mittelfristig an und wie hoch ist der hierfür notwendige Finanzbedarf? Die Balance aus Sicherheit, Flexibilität und Rendite ist entscheidend. Ein Finanzcoach hilft, die passenden Bausteine zu finden.

Tipps vom Experten
Je später Sie mit der Altersvorsorge beginnen, desto mehr müssen Sie investieren – 20 Prozent vom Einkommen sollten es dann mindestens sein, um den nötigen Effekt zu erreichen. Nichts zu machen, ist der falsche Schritt.

Rico Güllmeister, Finanzcoach bei der DVAG

Was können Sie dafür tun?

Je später Sie mit der Altersvorsorge beginnen, desto mehr müssen Sie in der Regel investieren, um noch ausreichend Kapital aufzubauen. Gerade ab Mitte 40 oder 50 bedeutet das: Rund 20 Prozent des monatlichen Einkommens sollten idealerweise in die Vorsorge fließen, um Lücken effektiv zu schließen. Das klingt viel, doch es ist machbar: Staatlich geförderte Produkte helfen dabei, diese Sparraten aufzubringen.

1. Renteninfo verstehen & Rentenlücke berechnen

Ihre Renteninformation verrät, wie viel gesetzliche Rente Sie aktuell erwarten können, allerdings als Bruttoeinkommen und somit durch zahlreiche Rahmenbedingungen und Modellannahmen erklärungsbedürftig. Ziehen Sie für eine individuelle Planung Inflation und Abgaben ab, wird schnell klar, dass es ohne private Vorsorge kaum funktioniert. Neuerdings lässt sich das auch ganz einfach online erledigen – mit der digitalen Rentenübersicht.

Sie arbeiten festangestellt? Dann haben Sie Anspruch auf Entgeltumwandlung – steuer- und sozialabgabenfrei. Oft gibt es zusätzlich einen Arbeitgeberzuschuss, der Ihre Beiträge ergänzt. Wichtig: Prüfen Sie, wie Ihre bAV in die Gesamtstrategie passt.

Ob selbst genutzt oder vermietet: Eine Immobilie kann ein wertvoller Bestandteil der Altersvorsorge sein. Entscheidend ist jedoch, sie strategisch in die Gesamtplanung einzubetten. Wer ein Haus oder eine Wohnung finanziert, sollte sich frühzeitig mit Fragen zur Zinsbindung, zu monatlichen Kreditraten und zu zukünftigem Kapitalbedarf beschäftigen: Wann endet die Finanzierung? Wann werden Mittel frei, die neu investiert werden können? Und lohnt es sich möglicherweise, durch Mieteinnahmen eine zusätzliche Einnahmequelle fürs Alter zu schaffen?
Eine vorausschauende Planung hilft, Risiken zu reduzieren und Spielräume für spätere Vorsorgeschritte zu schaffen.

Staatlich geförderte Modelle können jetzt besonders lohnenswert sein:


• Rürup-Rente (Basisrente): Durch die hohe steuerliche Absetzbarkeit der Beiträge eignet sie sich besonders für Selbstständige, Freiberufler oder Besserverdienende. Da Beiträge steuerfrei in den Vertrag fließen, ist das Modell grundsätzlich für alle interessant, die Steuern zahlen und einen zusätzlichen Vorsorgebedarf haben und das unabhängig vom Beruf.

• Riester-Rente: Attraktiv für Angestellte mit Kindern – wegen Zulagen und Steuervorteilen.

Erkrankung, Unfall oder Todesfall – solche Risiken lassen sich nicht verhindern, aber absichern. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) schützt bei längerer Arbeitsunfähigkeit. Eine Risikolebensversicherung sichert die Familie finanziell ab, wenn das Schlimmste passiert.

Digitale Rentenübersicht

Nur, wer seine Rentenlücke kennt, kann gezielt vorsorgen, zum Beispiel mit privater Altersvorsorge oder freiwilligen Einzahlungen in die gesetzliche Rente. Einen exakten Überblick können Sie sich bequem und einfach in der digitalen Rentenübersicht verschaffen. Das zentrales Online-Portal bietet einen kostenlosen Überblick über alle persönlichen Ansprüche aus der gesetzlichen, betrieblichen und privaten Altersvorsorge bietet. Ziel ist es, mögliche Versorgungslücken frühzeitig zu erkennen.

Der Zugang erfolgt über www.rentenuebersicht.de. Die Anmeldung ist per Online-Ausweisfunktion möglich. Nach dem Login werden die aktuellen Vorsorgedaten gebündelt angezeigt und regelmäßig aktualisiert.

Das Portal steht seit Juli 2023 zur Verfügung. Seit dem 1. Januar 2025 sind große Vorsorgeanbieter gesetzlich verpflichtet, ihre Daten dort bereitzustellen – das sorgt für eine noch vollständigere Übersicht. Die Plattform erfüllt höchste Datenschutzstandards. Eine dauerhafte Datenspeicherung findet nur auf Wunsch der Nutzer statt.

Dos and Don'ts

Was Sie tun sollten:

Altersvorsorge automatisieren und regelmäßig prüfen: Sparen Sie automatisch mit monatlich festgelegten Raten, aber vergessen Sie zwischendurch den Check-up nicht. Wie beim Auto gehören Wartung und TÜV einfach dazu.

Familienabsicherung integrieren: Risiken absichern gehört zur finanziellen Verantwortung.

Vermögensaufbau priorisieren: Setzen Sie klare finanzielle Ziele und halten Sie bei Gehaltserhöhungen dem Impuls zur Konsumsteigerung stand. Besser: Einen festen Anteil des Plus automatisch fürs Sparen reservieren (Stichwort: Lifestyle-Inflation vermeiden).

Förderungen ausschöpfen: Nutzen Sie staatliche Zuschüsse, Steuervorteile und Arbeitgeberleistungen.

Was Sie nicht tun sollten:

Nicht handeln: Aufschieben führt zu immer höheren Beiträgen oder Versorgungslücken.

Vorsorge trotz Konsum nicht ausblenden: Eine neue Küche oder das Familienauto sind berechtigte Wünsche, solange die Altersvorsorge dabei nicht auf der Strecke bleibt. Wer beides sinnvoll in eine Strategie einbindet, ist auf dem richtigen Weg.

Selbstregler sein oder sich verunsichern lassen: Ob Rürup-Rente oder bAV – im Internet und im Bekanntenkreis kursieren oft viele widersprüchliche Empfehlungen. Lassen Sie sich von einem Experten beraten – zum Beispiel von den Finanzcoaches der DVAG – und bilden Sie sich Ihr eigenes Urteil.

Machen Sie jetzt den Vorsorge-Check!

50 Plus

Aufholen und optimieren

Mit Anfang oder Mitte 50 wird das Thema Altersvorsorge greifbarer. Der Ruhestand ist nicht mehr weit, der finanzielle Spielraum wächst, aber wie lange reicht mein aufgebautes Vermögen? Wie sichere ich mich gegen Inflation ab? Wieviel Risiko kann ich mir mit zunehmendem Alter eigentlich leisten? Kann ich mit dem aktuellen Anlagemix ruhig schlafen, und das auch noch in 10 oder 20 Jahren?

Wo stehen Sie gerade?

Vielleicht sind die Kinder inzwischen aus dem Haus, die Kredite (fast) abbezahlt und erste Ersparnisse aufgebaut. Gleichzeitig stellt sich eine zentrale Frage: Reicht das, was ich habe oder muss ich nochmal anpacken?

Oft kehren in dieser Lebensphase beide Elternteile in eine Vollzeitbeschäftigung zurück. Das Haushaltseinkommen steigt – mit dem Wegfall von Kinderfreibeträgen aber auch die steuerliche Belastung. Gerade jetzt entfalten staatlich geförderte Vorsorgeprodukte wie die betriebliche Altersvorsorge oder die Basisrente ihre volle Wirkung. Sie helfen dabei, die Steuerlast gezielt zu senken und die Lücke im Alter effizient zu schließen.

Auch wenn die Zeitspanne kürzer ist als mit 30 oder 40: Wer jetzt strategisch vorgeht, kann gezielt Versorgungslücken schließen, steuerlich optimieren und bestehendes Vermögen wirksam einsetzen. Denn selbst 10 bis 15 Jahre bewusste Planung machen einen großen Unterschied für finanzielle Sicherheit und ein gutes Gefühl im Ruhestand.

Was brauchen Sie, damit die Vorsorge gelingt?

Ab 50 verändert sich der Blick auf die Altersvorsorge: Es bleibt weniger Zeit zum Aufbau, dafür herrscht mehr Klarheit über das, was möglich und nötig ist. Wer jetzt gezielt handelt, kann noch vieles optimieren – vor allem mit diesen drei Ansätzen:

1. Eine realistische Bestandsaufnahme

Wie hoch sind Ihre bisherigen Rentenansprüche? Gibt es Rücklagen oder Kapitalanlagen? Was fällt durch Immobilien oder Erbschaften perspektivisch an? Nur wer seinen konkreten Bedarf kennt und weiß, wie viel davon mit den vorhandenen Ersparnissen abgedeckt ist, kann gezielt Defizite ausgleichen. Wer mit einem vorzeitigen Renteneintritt liebäugelt, benötigt einen konkreten Plan und Unterstützung vom Fachmann, wie man Rentenlücken und Abschläge ausgleichen oder die Zeit bis zur Gesetzlichen Rente überbrücken kann.

2. Fokus auf Absicherung des lebenslangen Bedarf

In dieser Phase sollte das Hauptaugenmerk darauf gelegt werden, lebenslange Ausgaben mit lebenslangen Einnahmen decken zu können. Ein Mix aus gesetzlicher, privater und betrieblicher Rentenvorsorge ist hierfür bestens geeignet. Darüber hinaus sollte mit Blick auf die dritte Lebensphase das individuelle Rendite- und Risikoprofil überdacht werden. Mindestens sollte aber der Kaufkraftverlust ausgeglichen sein. Daher reichen reine Tagesgelder in der Regel nicht aus.

3. Steuern aktiv
gestalten

Die letzten Erwerbsjahre bieten oft das höchste Einkommen und damit die besten Chancen für steuerlich geförderte Produkte. Dazu zählen etwa Einmalzahlungen in die Rürup-Rente oder das gezielte Aufstocken der bAV. Auch mit Blick auf spätere Steuerlast im Alter kann eine clevere Aufteilung des Vermögens sinnvoll sein. Stehen Abfindungen oder Erbschaften an, sind diese bei der Gestaltung eines persönlichen Vorsorgekonzepts zu berücksichtigen.

Tipps vom Experten
Mit 50 Jahren haben viele Menschen das meiste Finanzverständnis, aber oft fehlt die Zeit, sich ausführlich mit dem Thema Finanzen zu beschäftigen. Wer sich Unterstützung holt, kann in kurzer Zeit viel rausholen.

Rico Güllmeister, Finanzcoach bei der DVAG

Was können Sie dafür tun?

Auch wenn bis zur Rente nur noch 10 bis 15 Jahre bleiben – es ist erstaunlich viel möglich, wenn Sie Ihre finanziellen Spielräume gezielt nutzen. Jetzt kommt es darauf an, vorhandenes Vermögen sinnvoll einzusetzen, Förderungen mitzunehmen und die wichtigsten Risiken abzusichern.

1. Rentenlücke realistisch berechnen

Kennen Sie Ihre Zahl? Was kommt im Alter wirklich auf Sie zu – netto, nach Steuern, Krankenkassenbeiträgen und Inflation? Ziehen Sie hierzu die individuelle jährliche Renteninformation, alle Standmitteilungen Ihrer bestehenden Verträge heran und ermitteln für jeden einzeln die Nettoansprüche im Alter. Auch die Digitale Rentenübersicht kann helfen, die persönliche Rentenlücke zu erkennen. Die durchschnittliche gesetzliche Altersrente in Deutschland liegt nach Abzug der Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung bei 993 Euro.

Gruppe Durchschnittliche Rente
Gesamt (bundesweit)
993 Euro
Neue Bundesländer (gesamt)
1.172 Euro
Alte Bundesländer (gesamt)
948 Euro
Männer Ost
1.292 Euro
Frauen Ost
1.082 Euro
Männer West
1.212 Euro
Frauen West
737 Euro

Hintergrund: Die höheren Renten im Osten liegen vor allem an durchgängigen Erwerbsbiografien in Vollzeit – auch bei Frauen. Im Westen hingegen haben viele Frauen lange Teilzeit gearbeitet oder familienbedingt Erwerbsunterbrechungen gehabt. Das wirkt sich bis heute deutlich auf die Rentenhöhe aus.*** Das bedeutet: Besonders Frauen, vor allem Frauen aus dem Westen Deutschlands, müssen zusätzlich vorsorgen, wenn sie im Alter ihren Lebensstandard halten wollen.

Am Ende des Erwerbslebens sind tendenziell die verfügbaren Einkommen höher, damit aber auch die Steuerlast. Bei Familien wird das durch Wegfall der Kinderfreibeträge sogar verstärkt. Gerade in den letzten Erwerbsjahren lohnt es sich daher, steuerlich geförderte Produkte auszuschöpfen. Besonders interessant sind Einmalzahlungen in die Rürup-Rente (Basisrente), die Sie mit hohen Beiträgen steuerlich absetzen können. Auch freiwillige Einzahlungen in die gesetzliche Rentenversicherung können sinnvoll sein. „Jetzt ist der richtige Moment, zu schauen: Was habe ich auf der hohen Kante und wie kann ich das steuerlich klug einsetzen?“, rät DVAG-Finanzcoach Rico Güllmeister.

Wer einen Arbeitgeber hat, sollte prüfen, ob sich die bAV aufstocken lässt. Durch Entgeltumwandlung sparen Sie Steuern und Sozialabgaben. „Und Sie profitieren oft zusätzlich von Arbeitgeberzuschüssen“, so Güllmeister. Je näher der Renteneintritt rückt, desto wichtiger wird die steueroptimierte Auszahlung.

Pflege ist einer der am meisten unterschätzten Kostenfaktoren im Alter. Ein Heimplatz kann schnell 3.000 Euro monatlich kosten und die gesetzliche Pflegeversicherung deckt nur einen Teil davon. Wer nicht vorsorgt, riskiert, Erspartes aufzubrauchen oder auf Angehörige angewiesen zu sein. Rico Güllmeister warnt: „Pflege ist der große, stille Kostenblock im Alter. Wer dafür keine Lösung hat, verliert im Ernstfall Handlungsspielraum, finanziell wie persönlich.“

Wissen Sie bereits, dass auch die Pflegeabsicherung staatlich gefördert wird (sogenannte Pflege-Bahr)? Lassen Sie sich dazu beraten. Mit Anfang oder Mitte 50 sind die Beiträge noch vergleichsweise günstig. Ein früher Einstieg verschafft langfristige Sicherheit für Sie und Ihre Familie.

Verlassen Sie sich nicht darauf, irgendwann zu erben. Eine solide Vorsorge sollte immer auf den eigenen Füßen stehen. Wenn jedoch eine Erbschaft ansteht, etwa durch Immobilien oder Vermögen der Eltern, sollten Sie dieses Kapital sinnvoll und ganzheitlich in Ihre Finanzplanung einfließen lassen. Sie können damit Restschulden tilgen, Einmalzahlungen in Vorsorgeprodukte wie die Rürup-Rente leisten oder das Geld in den Aufbau zusätzlicher Rücklagen für Pflege oder gesundheitliche Risiken investieren. Gleichzeitig sollten Sie überlegen, wie Sie selbst vererben möchten. Schenkungen zu Lebzeiten, die Übertragung von Immobilien oder eine klare Testamentsregelung schaffen Transparenz und können steuerlich vorteilhaft sein.

Wenn Sie eine eigene Immobilie besitzen, können Sie bereits jetzt überlegen, ob Sie darin gebundenes Kapital aktivieren können, etwa durch Teilverrentung, Verkauf mit Wohnrecht oder Vermietung. Auch ein frühzeitig geplanter altersgerechter Umbau sorgt für später Unabhängigkeit im Alter. „Ein Haus kann ein Schatz sein oder ein Klotz am Bein“, sagt Finanzcoach Rico Güllmeister. „Es kommt darauf an, wie man es nutzt.“

Physisch hinterlegte Goldprodukte können als Beimischung im Vorsorgemix sinnvoll sein, insbesondere als Schutz vor Inflation. Doch Vorsicht: Gold ist keine laufende Einnahmequelle. Es ersetzt keine strukturelle Vorsorge, sondern ergänzt sie.

Pflege, Rentenansprüche, Rücklagen, Immobilien, Erbschaften: Alle Elemente gehören in eine integrierte Finanzstrategie. Eine professionelle Finanzberatung hilft dabei, blinde Flecken zu erkennen und die einzelnen Bausteine steuerlich wie strukturell optimal miteinander zu verknüpfen.

Dos and Don'ts

Was Sie tun sollten:

Zügig und planvoll loslegen: Wer bisher wenig getan hat, sollte jetzt gezielt einsteigen. Jeder Euro zählt.

Vermögen aktiv strukturieren: Bestehende Rücklagen sinnvoll investieren, statt sie ungenutzt zu lassen und so mindestens den Kaufkraftverlust ausgleichen.

Maximales Verlustrisiko begrenzen: Das Portfolio an das eigene Alter und den verbleibenden Anlagehorizont anpassen.

Finanzberatung nutzen: Mit professioneller Unterstützung können Sie gezielt steuern, statt hektisch zu reagieren.

Was Sie nicht tun sollten:

Geld allein auf Tagesgeld- oder Girokonto parken, denn die Inflation frisst die Kaufkraft

Risiko nicht unterschätzen: Je kürzer der Anlagehorizont, desto gezielter sollte gestreut werden

Vermögen frühzeitig in die eigene Strategie einbeziehen: Ob Immobilien oder potenzielle Erbschaften, vorhandene Werte sollten Sie bewusst in Ihrer Altersvorsorgeplanung berücksichtigen.

Machen Sie jetzt den Vorsorge-Check!