ANZEIGE

Demenz vorbeugen

Was dem Gehirn hilft, länger gesund zu bleiben

Wir bewegen uns für das Herz, achten auf Blutdruck und Ernährung – doch unser Gehirn spielt bei der Gesundheitsvorsorge oft nur eine Nebenrolle. Dabei zeigen aktuelle Forschungsdaten: Auch die Gehirngesundheit lässt sich über viele Jahre beeinflussen.

Wo ist der Schlüssel? Wie hieß noch einmal der Schauspieler? Und warum bin ich eigentlich in dieses Zimmer gegangen? Solche Momente dürften den meisten Menschen bekannt vorkommen. Mit zunehmendem Alter bekommen sie allerdings schnell eine andere Bedeutung. Aus einem kurzen Gedächtnisaussetzer wird im Kopf die Frage: Ist das noch normal?

Meist ist gelegentliches Vergessen kein Grund zur Beunruhigung. Denn auch ein gesundes Gehirn verändert sich mit den Jahren: Die Verarbeitungsgeschwindigkeit nimmt natürlicherweise ab, Informationen sind manchmal nicht mehr ganz so schnell abrufbar. Gehirngesundheit umfasst zudem weit mehr als Denken, Lernen und Erinnern. Sie beschreibt auch Fähigkeiten wie Bewegung, Sinneswahrnehmung und die Verarbeitung von Emotionen.

Kleine Gedächtnislücken können im Alter vorkommen.

Wer einen Gegenstand verlegt und später wiederfindet oder sich erst nach einiger Zeit an einen Namen erinnert, muss sich deshalb nicht gleich sorgen. Solche kleinen Aussetzer können zum normalen Älterwerden gehören.

Wie fit ist Ihr Gedächtnis?

Ein kurzer Online-Test bietet Ihnen die Möglichkeit, sich mit Ihrer Gedächtnisleistung und Ihren kognitiven Fähigkeiten auseinanderzusetzen. Planen Sie dafür etwa fünf Minuten ein.

Wenn Vergessen den Alltag verändert

Aufmerksamer sollte man werden, wenn Gedächtnisprobleme zunehmen und den Alltag erschweren. Das kann etwa der Fall sein, wenn es zunehmend schwerfällt, eine Einkaufsliste zu erstellen, ein vertrautes Rezept nachzukochen, mit Zahlen umzugehen oder sich zeitlich und räumlich zu orientieren. Wo die Grenze zwischen normalen Alterserscheinungen und auffälligen Veränderungen liegt, bringt Prof. Dr. Dietrich Grönemeyer, Mediziner, Wissenschaftler und Bestsellerautor, so auf den Punkt: „Eine leicht verlangsamte Verarbeitungsgeschwindigkeit im Alter ist normal, starke Gedächtnislücken oder Orientierungsprobleme aber nicht.“

Solche Veränderungen können verschiedene Ursachen haben und bedeuten nicht automatisch eine demenzielle Erkrankung. Treten sie wiederholt auf oder nehmen sie zu, sollten sie jedoch ärztlich abgeklärt werden.

Was ist noch normal, was auffällig? Über die Pluszeichen lassen sich die Unterschiede entdecken.

Vergessen

Normal: Etwas vergessen, sich später erinnern.
Auffällig: Neues häufig vergessen oder Fragen
wiederholen.

Vertraute Aufgaben

Normal: Manchmal Hilfe bei Geräten brauchen.
Auffällig: Vertraute Aufgaben zunehmend
nicht schaffen.

Gegenstände verlegen

Normal: Etwas verlegen, aber wiederfinden.
Auffällig: Dinge häufig verlegen oder nicht
wiederfinden.

Zahlen & Rechnungen

Normal: Gelegentliche Rechenfehler.
Auffällig: Probleme mit Zahlen oder vertrauten
Abläufen.

Stimmung & Persönlichkeit

Normal: Bei gestörten Routinen irritiert sein.
Auffällig: Deutliche Stimmungs- oder
Persönlichkeitsveränderungen.

Zeit & Orientierung

Normal: Wochentag kurz vergessen.
Auffällig: Zeitgefühl oder Orientierung verlieren.

Was ist normal? Was ist auffällig? Symptome rund um Gedächtnisverlust sollten ärztlich abgeklärt werden.

Die Alzheimer-Krankheit beginnt lange vor den ersten Beschwerden

Die Grenze zwischen normalen Alterserscheinungen und ersten Anzeichen einer Erkrankung ist nicht immer leicht zu erkennen. Die Alzheimer-Krankheit, die häufigste Ursache der Demenz, entwickelt sich meist schleichend über viele Jahre. Veränderungen im Gehirn können bereits lange beginnen, bevor Gedächtnisprobleme oder Schwierigkeiten im Alltag auffallen.

Eine Rolle spielen dabei unter anderem die Eiweiße Amyloid-Beta und Tau. Amyloid-Beta entsteht bei normalen Stoffwechselprozessen im Körper. Bei der Alzheimer-Krankheit kann es sich jedoch zwischen den Nervenzellen ansammeln und zu sogenannten Plaques verklumpen. Tau wiederum kann sich im Inneren der Nervenzellen verändern und dort ablagern. Beides kann die Kommunikation der Nervenzellen stören und dazu beitragen, dass sie geschädigt werden und absterben.

Solche Amyloid-Beta-Ablagerungen können sich Jahrzehnte vor den ersten Symptomen bilden – zunächst unbemerkt. Später können erste Gedächtnisveränderungen messbar werden, obwohl sich der Alltag noch selbstständig bewältigen lässt. Schreitet die Alzheimer-Krankheit fort, nehmen auch die Einschränkungen im Alltag zu.

Prof. Dr. Grönemeyer kennt diese Veränderungen auch aus der Perspektive eines Angehörigen. „Stellen Sie sich vor, Sie wachen morgens auf und wissen nicht, wo Sie sind. Sie erkennen Ihren eigenen Sohn nicht. Sie gehen in den Garten, verwechseln Blumen mit Salat und fangen an zu essen. Das und anderes Skurriles habe ich mit meinen Eltern erlebt. Dieses Vergessen ändert zwar die Persönlichkeit, aber nicht das Menschsein. Als Angehöriger und auch als Arzt musste ich lernen, dass ich in die Erfahrungswelt meines Gegenübers eintreten muss und nicht andersrum. Dass meine Realität nicht mehr richtig ist, sondern die der Person, die immer mehr vergisst.“

Der schleichende Alzheimer-Verlauf auf einen Blick:

Lange unbemerkt

Amyloid-Beta-Ablagerungen können sich bis zu 20 Jahre vor den ersten Symptomen bilden. Betroffene bemerken davon zunächst nichts, die kognitiven Fähigkeiten sind noch nicht messbar beeinträchtigt.

Erste Veränderungen

In dieser Phase können erste Gedächtnislücken messbar werden. Trotz der leichten kognitiven Störung (Mild Cognitive Impairment, MCI) lässt sich der Alltag weiterhin selbstständig bewältigen.

Alltag beeinträchtigt

Mit fortschreitender Alzheimer-Krankheit werden zunehmend Nervenzellen abgebaut. Dadurch nehmen die Einschränkungen zu und der Alltag lässt sich immer weniger selbstständig bewältigen.

Lange unbemerkt
Amyloid-Beta-Ablagerungen können sich bis zu 20 Jahre vor den ersten Symptomen bilden. Betroffene bemerken davon zunächst nichts, die kognitiven Fähigkeiten sind noch nicht messbar beeinträchtigt.

Erste Veränderungen
In dieser Phase können erste Gedächtnislücken messbar werden. Trotz der leichten kognitiven Störung (Mild Cognitive Impairment, MCI) lässt sich der Alltag weiterhin selbstständig bewältigen.

Alltag beeinträchtigt
Mit fortschreitender Alzheimer-Krankheit werden zunehmend Nervenzellen abgebaut. Dadurch nehmen die Einschränkungen zu und der Alltag lässt sich immer weniger selbstständig bewältigen.

Was das Demenzrisiko beeinflusst

Viele Faktoren beeinflussen die Gesundheit des Gehirns – einige davon lassen sich im Laufe des Lebens gezielt verändern.

Gerade weil zwischen ersten Veränderungen im Gehirn und späteren Beschwerden viele Jahre liegen können, spielt Vorsorge eine wichtige Rolle. Alter und genetische Voraussetzungen lassen sich nicht verändern – eine Reihe anderer Faktoren hingegen schon.

Im Jahr 2024 trug die internationale Lancet-Kommission 14 beeinflussbare Risikofaktoren für demenzielle Erkrankungen zusammen. Würden diese auf Bevölkerungsebene vollständig vermieden, könnten den Berechnungen zufolge weltweit bis zu 45 Prozent der Demenzfälle verhindert oder verzögert werden.

Bis zu 0

…wird die Zahl aufgrund des demografischen Wandels ansteigen: von rund 1,8 auf bis zu 2,7 Millionen Menschen.

Über 1,8 Millionen...

…Menschen in Deutschland leben derzeit mit Demenz. Die Häufigkeit
steigt mit dem Alter stark an.

Bis zu 0 %

…der Demenzfälle könnten durch die Vermeidung bestimmter Risikofaktoren verhindert oder verzögert werden.

Manche dieser Risikofaktoren sind gut bekannt, allerdings eher im Zusammenhang mit Herz und Kreislauf. Doch auch für die Gesundheit des Gehirns spielen sie eine Rolle. Dazu gehören hohe LDL-Cholesterinwerte (7 %), Bluthochdruck (2 %), Rauchen (2 %), Diabetes (2 %) und Übergewicht beziehungsweise Adipositas (1 %). Die Prozentwerte zeigen, wie viele Demenzfälle sich durch das Vermeiden des jeweiligen Risikofaktors verhindern oder verzögern ließen.

Daneben gibt es weitere Einflüsse, die das Erkrankungsrisiko beeinflussen können. Dazu zählen etwa Hörverlust, Depressionen, soziale Isolation und unbehandelte Sehschwäche. Auch übermäßiger Alkoholkonsum und traumatische Hirnverletzungen werden mit Demenzerkrankungen in Verbindung gebracht.

Dabei spielt nicht jeder dieser Faktoren in jeder Lebensphase dieselbe Rolle. Bildung ist etwa vor allem in Kindheit und Jugend wichtig, während Faktoren wie Hörverlust, Depressionen oder körperliche Inaktivität im mittleren Lebensalter stärker ins Gewicht fallen können. Im höheren Lebensalter gewinnen unter anderem soziale Isolation oder unbehandelter Sehverlust an Bedeutung.

Risikofaktoren im Überblick:

Kindheit & Jugend

Niedriger Bildungsstand
5 %

Mittleres Lebensalter

Hörverlust
7 %
Depression
3 %
Traumatische Hirnverletzungen
3 %
Körperliche Inaktivität
2 %
Übermäßiger Alkoholkonsum
1 %

Lebensstil & Gefäßgesundheit

LDL-Cholesterinspiegel
7 %
Bluthochdruck
2 %
Rauchen
2 %
Diabetes
2 %
Übergewicht/ Adipositas
1 %

Höheres Lebensalter

Soziale Isolation
5 %
Luftverschmutzung
3 %
Unbehandelter Sehverlust
2 %

Balkenlänge im Verhältnis zum höchsten Einzelwert (7 %)

So tun Sie Ihrem Gehirn etwas Gutes

Für die Gehirngesundheit braucht es keine komplizierte Spezialroutine. Viele Maßnahmen lassen sich in den Alltag integrieren und kommen gleichzeitig Herz und Kreislauf zugute. Sieben Tipps, die Experten empfehlen:

KONTAKTE PFLEGEN Freunde treffen, gemeinsam kochen, spazieren gehen oder einem Hobby nachgehen – soziale Interaktion ist mehr als angenehmer Zeitvertreib. Sie ist für das Gehirn eine absolute Höchstleistung. Prof. Dr. Grönemeyer geht mit gutem Beispiel voran: „Ich genieße das soziale Miteinander, gemeinsam kreativ sein, Essen, Tanzen, Lachen - alles, was Freude macht und mich mit anderen Menschen in Verbindung bringt.“ DEN KOPF FORDERN Lesen, ein Instrument spielen, sich mit anderen austauschen oder etwas Neues lernen – geistige Aktivität lässt sich auf viele Arten in den Alltag bringen. „Solche Menschen besitzen oft mehr kognitive Reserve, also mehr Spielraum, der es ihrem Gehirn erlaubt, mit altersbedingten Veränderungen und Schäden besser umzugehen”, sagt Prof. Dr. Grönemeyer. IN BEWEGUNG BLEIBEN „Wer sich über die gesamte Lebensspanne hinweg in Bewegung hält, tut seinem Gehirn damit Gutes“, erklärt Prof. Dr. Grönemeyer. Schon ein zügiger Spaziergang trägt dazu bei, die Durchblutung im Gehirn anzuregen und unsere kognitiven Fähigkeiten zu verbessern. Besonders förderlich sind laut dem Mediziner außerdem komplexere Bewegungsabläufe wie Tai-Chi, Tanzen oder Tischtennis, da sie Körper und Kopf in Schwung bringen. Entscheidend ist jedoch die Regelmäßigkeit. GESUNDE ERNÄHRUNG „Wer sich dazu noch abwechslungsreich ernährt – mit Gemüse, Kräutern, guten Fetten und Proteinen – tut seinem Gehirn tagtäglich etwas Gutes, zum Beispiel die Sinne wachzuhalten”, sagt der Mediziner und Autor. Neben einer ausgewogenen Ernährung können auch der maßvolle Konsum von Alkohol und das Vermeiden von Tabakkonsum dazu beitragen, beeinflussbare Risikofaktoren zu reduzieren. GUT SCHLAFEN „Während wir schlafen, räumt das Gehirn auf: Es entfernt Abfallprodukte, verarbeitet das Erlebte, stabilisiert Erinnerungen. Ausreichend und qualitativ guter Schlaf ist nicht Luxus, sondern ein aktiver Schutzfaktor für Gehirngesundheit“, erklärt Prof. Dr. Grönemeyer. GUT HÖREN UND SEHEN Fragen Sie sich manchmal, was Ihr Gegenüber gerade gesagt hat, oder fällt Ihnen das Sehen zunehmend schwer? Solche Veränderungen sollten ernst genommen werden. „Wer schlecht hört oder sieht, zieht sich schneller zurück – also bitte zur Brille greifen und auch zum Hörgerät”, sagt Prof. Dr. Grönemeyer. REGELMÄßIGE VORSORGE Bluthochdruck, Diabetes und ein hoher LDL-Cholesterinspiegel stehen mit dem Demenzrisiko in Verbindung. Auch Depressionen sollten ernst genommen werden. Vorsorgeuntersuchungen helfen, Veränderungen frühzeitig zu erkennen und mit der Ärztin oder dem Arzt zu besprechen.

So tun Sie Ihrem Gehirn etwas Gutes

Für die Gehirngesundheit braucht es keine komplizierte Spezialroutine. Viele Maßnahmen lassen sich in den Alltag integrieren und kommen gleichzeitig Herz und Kreislauf zugute. Sieben Tipps, die Experten empfehlen:

Das Gehirn auf die Vorsorgeliste setzen

Viele Empfehlungen zur Gehirngesundheit klingen vertraut. „Das ist das Paradoxe: Menschen wissen längst, was gut für sie und damit eigentlich auch für ihr Gehirn ist“, erklärt Prof. Dr. Grönemeyer. Neben fehlender Zeit oder einem konkreten Anfang kann auch die Angst vor einer möglichen Diagnose Menschen davon abhalten, sich mit ihrer Gehirngesundheit zu beschäftigen. „Die Angst ist völlig verständlich, aber sie ist auch das Gegenteil von hilfreich, denn sie nimmt uns nur den Raum zum Handeln.“

Das Gute ist: Bei der Gehirngesundheit gibt es vieles, das wir selbst beeinflussen können. Genau diese Erkenntnis hat Grönemeyer bei seiner Beschäftigung mit Gehirngesundheit und Hirnforschung besonders fasziniert: „Dass wir es selber in der Hand haben – zu einem gewissen Teil jedenfalls.“ Dazu gehört, Veränderungen der eigenen Gedächtnisleistung wahrzunehmen, ohne jedes Vergessen gleich als Warnsignal zu verstehen. Wer unsicher ist, kann sich mit einem Gedächtnistest zunächst einen Eindruck verschaffen. Fallen Veränderungen auf oder nehmen sie zu, sollte eine ärztliche Abklärung folgen.

Auch im Alltag lässt sich mit kleinen Schritten etwas für die Gehirngesundheit tun. Niemand muss dafür sein Leben von heute auf morgen umstellen oder versuchen, jedes Risiko auszuschließen. Eine Runde zu Fuß, der nächste Vorsorgetermin, ein überprüftes Hörvermögen oder ein Abend mit Freunden können ein Anfang sein.

Genau hier setzt die im September 2026 von Lilly Deutschland gestartete Aufklärungskampagne „Bevor du es vergisst“ an. Sie rückt die Gehirngesundheit stärker ins öffentliche Bewusstsein und möchte Menschen dazu ermutigen, sich frühzeitig mit beeinflussbaren Risikofaktoren für Demenz und Alzheimer zu beschäftigen. Denn jeder Schritt hin zu einem gehirngesunden Alltag zählt – am besten, bevor erste Beschwerden auftreten.

 

Quellen/ Referenzen:

Präsentiert von

Bilder: Lilly Deutschland GmbH; Getty Images

Die Inhalte auf dieser Seite wurden von der Ströer Content Group Sales GmbH in Zusammenarbeit mit der Lilly Deutschland GmbH, Werner-Reimers-Straße 2-4, 61352 Bad Homburg erstellt.

CMAT-52807